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Gut und Böse

 

 


 

Gut und Böse

86.01.18LU: GUT_BÖSE--M:Achim 6/91

Über den Umgang mit sich und anderen.

 

Das Böse und Negative ist keine eigene Realität, sondern eine Mangelerscheinung. Für den Umgang mit sich selbst bedeutet dies, nicht nach Mängeln und Fehlern zu suchen, sondern die guten und positiven Ansätze zu stärken und weiterzuentwickeln. Im Umgang mit anderen ist es sehr schwer zu erspüren, wann und wie Hilfe im göttlichen Willen liegt oder nur den Heilsplan hemmt.
 


 

Ich grüße euch in der allgegenwärtigen Liebe Gottes.

Am heutigen Abend möchte ich der Frage nachgehen, was die Allgegenwärtigkeit Gottes für den Menschen eigentlich bedeutet.

 

Aus unserer Sicht ist die Existenz und Gegenwart Gottes das Realste und Objektivste der Schöpfung. Eine Gegensätzlichkeit zu Gott ist nur ein Ausdruck von Irrealität und Machtlosigkeit. Das was Ihr als "Negativ" und "Böse" bezeichnet, hat keine eigene Realität. Es hat seine scheinbare Kraft und Gewalt nicht aus sich selbst heraus, sondern bezieht seine Energie und scheinbare Überlegenheit nur von denen, die sie nähren. Ich weiß, dass man aus dem Erlebnishorizont der Erde gesehen eine Reihe von Einwänden bringen wird. Doch euer Weg, der euch mit jedem Atemzug wieder näher zum Schöpfer bringt, macht es euch bewusst: Es gibt nichts Böses und Negatives als Gegenpol zum Guten. Es gibt nur einen Mangel an Vollkommenheit. Je weiter sich euer Bewusstsein entwickelt, desto mehr werdet Ihr euch darüber im klaren sein, dass man Kälte ja auch nicht bekämpft, sondern nur durch Wärme wandeln kann. Die Gewalt, die gegensätzliche Kräfte scheinbar haben, könnt Ihr nur dadurch wirkungslos werden lassen, indem Ihr in diese Leere hinein eure Liebe und Barmherzigkeit gießt.

Diese Gesetzmäßigkeit ist in vielerlei Hinsicht anwendbar. Trachtet nicht danach, euch auf Mängel hin zu analysieren, zu zerlegen oder zu zerstückeln, um dann schamvoll vor euch selbst zu stehen. Nein, auf diesem Weg kommt Ihr nicht weiter. Es ist weder sinnvoll ungute Eigenschaften unterdrücken, bekämpfen oder besiegen zu wollen, noch ist es sinnvoll, in Selbstmitleid oder Selbstverachtung zu zerfließen. Fehler sind nur Leere und Mangel. Sucht in euch nach den positiven und guten Eigenschaften, stärkt und entwickelt diese. Nur sie sind die wahren, real existierenden Kräfte. Sucht nach Lichtem, nach Schönem und bringt es hinein in Euren Alltag, bringt es hinein in die Begegnung mit anderen Menschen. Gestaltet die Gespräche mit Freunden und all jenen, denen Ihr helfen dürft, als ein Einpflanzen von lichten und positiven Elementen. Sprecht nicht mit Ihnen über den öden, leeren Acker, sondern sprecht mit Ihnen über das Korn, das darauf wachsen könnte. Bringt Licht in die Situation und verwendet dabei Worte, die die Fülle und nicht den Mangel symbolisieren. Versucht in Diskussionen nicht mit dem Schwert eures Geistes gegen die Meinung des anderen zu sprechen, sondern mit konstruktiven Gedanken den Mangel, den Ihr im Argument des anderen erkennt, aufzufüllen. Zerstört nicht mit der Schärfe geschliffener Worte die geistige Wohnung dieses Menschen, sondern seid ein Gast, der ein Geschenk mitbringt. Wenn Ihr diesen Weg beschreitet, liebe Geschwister, ist euer Leben erfüllt von Kraft und Harmonie. Eure Gespräche sind dann durchdrungen von Wärme und Schönheit, und die, die euch umgeben, sind nicht zermürbt von ihrer eigenen Unvollkommenheit, sondern neu gestärkt und getragen.

 

Dass Böses und Negatives nur Mangelerscheinungen und keine eigenen Kräfte sind, ist im Grunde ein ganz einfaches kosmisches Gesetz und lässt euch auch erkennen, welche Worte wirklich aus dem Munde des Heilandes geflossen sind. Wie könnte er, der Bote des Friedens, jemals gesagt haben, er bringe das Schwert? Um Liebe zu geben, braucht man kein Schwert, und um sich zu verteidigen braucht es der, der in der Größe und Kraft des Schöpfers lebt, auch nicht. Dieser Mensch ist unantastbar und unangreifbar.

 

Aus eurer menschlichen Sicht gibt es aber durchaus Situationen, in denen Ihr euch angreifbar fühlt oder gar das Empfinden habt, besiegt worden zu sein. Das sind Situationen, in denen eure eigene Willensvorstellung im Vordergrund stand. Neben sehr viel unnötigem Leid, das wisst Ihr, gibt es auch notwendiges Leid in dieser Welt. Es ist jenes Leid, zu dem sich der Geist vor seiner Inkarnation freiwillig entschlossen hat, um seine Schwächen erkennen und ablegen zu können. Wenn Ihr nun angesichts dieses Leides meint, es lindern zu wollen, dem Leid abhelfen zu müssen, dann blockiert, hemmt und verzögert Ihr den Erlösungsplan. Das heißt, Ihr müsst immer wieder zu erspüren trachten, wo und wie eure Hilfe recht am Platze ist. Ist sie wirklich die von Gott gewollte Hilfe, oder entspringt sie gänzlich dem eigenen Willen, bei der Ihr dann Gefahr lauft, den wunderbaren Heilsplan, der an jedem Geschöpf vollzogen wird, zu bremsen. Absatz

Zwischen notwendigem und unnötigem Leid unterscheiden zu lernen ist sehr schwer, ich weiß es wohl. Dies ist aber ein notwendiges Element der Reifung. Wenn im Menschen der Geist der Liebe wieder erwacht, nachdem er sich über Äonen aus der Harmonie des Schöpfers herausgelöst hatte, dann will er sich bedenkenlos verschenken. Er will immer wieder nur geben, aus dem Bewusstsein heraus, so vieles versäumt zu haben. Die geistige Welt unterstützt dieses Erwachen der Liebe, indem Wunder und Heilungen geschehen, die sich scheinbar in keinen geordneten Rahmen einfügen lassen. Dann sind ganz einfache Menschen plötzlich in der Lage, unheilbare Krankheiten zu heilen. Es geschehen geistige Operationen und Fernheilungen mit solcher Überzeugungskraft, dass die Betroffenen von diesen Eindrücken förmlich überrannt werden. Die Wirkung dieser Wunder sind bei denen, die sie ausführen, und bei denen, die sie erfahren, wie ein warmer Sommerregen nach einer sehr langen Dürrezeit. Wie das Gras dann sprießt, so sprießt ihre Bereitschaft und ihre Kraft, an die Existenz und Gegenwart Gottes zu glauben.

 

Ihr neigt vielleicht dazu, diese Vorgänge als das Höchste, als das Schönste und Vollkommenste in der Gottesbeziehung zu sehen und als Ausdruck höchster Gnade zu empfinden. Jedoch, es ist nur die erste Stufe des wiedererwachten Geistes, die er in seinem Bemühen, sich zu verschenken, erklimmt. Seine eigene Vorstellung von Hilfe steht völlig im Vordergrund. Ohne Überblick über den Erlösungsplan vergießt, verströmt, ja verschüttet er seine Energie ungezielt überallhin, wo er Leid entdeckt.

 

Wer auf dieser Stufe gelernt hat, wahrhaft selbstlos zu lieben, kann dann zur nächsten Stufe geführt werden. Versteht mich recht, diese erste Stufe der selbstlosen und voraussetzungslosen Liebe muß absolut vollkommen beherrscht sein. Nur dann wird er in die nächste Stufe eingeweiht. Dort lernt Ihr dann , euer sehnendes und liebendes Herz zu bändigen. Ihr müsst lernen, die Liebe des Schöpfers genau zu beobachten. Nur so könnt Ihr erkennen, wie sie sich an jedem Geschöpf auswirkt, und häufig werdet Ihr dazu nicht als Werkzeug gebraucht. Schaut, die Zahl derer, die sich um diese Welt kümmern, ist um ein Vielfaches größer, als die Zahl der Menschen selbst. Alles ist wohl durchdacht und organisiert. Niemand, mag er scheinbar noch so verlassen sein, ist tatsächlich allein und vergessen. Jeder, auch der scheinbar Erbärmlichste, ist beschützt und geborgen. Aber Gottes Liebe ist nicht nur langmütig, sondern auch handelnd und konzentriert. So ist diese Welt die härteste, aber auch die effektivste Schule im ganzen Kosmos, und vom Einzelnen wird soviel abverlangt, wie er gerade noch zu tragen vermag.

 

Ich weiß, dass meine Worte in mancher Hinsicht für euch ein neuer Denkanstoß sind. Ihr müßt lernen, zu erfahren, wann und wie eure Hilfe gebraucht wird. Versucht in den Augenblicken, in denen Ihr jemandem gegenübersteht, zu erspüren, ob der Zeitpunkt für Hilfe gekommen ist. Es geht nicht darum, ihn nun mit Wahrheit zu überschütten, sondern ihm jene nächste Stufe zu vermitteln, die er gänzlich zu akzeptieren vermag. Der vom Feuer der wiedererwachten Liebe Getragene neigt immer dazu, in überschäumender Weise die anderen in seiner Liebe und Weisheit zu ertränken. Ihr könnt einem Nichtschwimmer auch nicht gleich das Schwimmen im Ozean lernen. Ihr laßt ihn erst einmal am flachen Ufer die ersten Schwimmzüge machen, dort, wo er jederzeit wieder festen Grund findet. So ist es auch mit den geistigen Dingen. Überlegt euch ganz genau, was wohl der nächste realisierbare und stabilisierbare Schritt für diesen Menschen ist. Und nur diese Stufe der Wahrheit bietet ihm an. Alle Religionen dieser Welt haben ihren Sinn und ihre Notwendigkeit. Wahrheit ist im Irdischen immer etwas Relatives - genau das, was der Einzelne im Augenblick zu begreifen und umzusetzen vermag. Es ist die augenblickliche Wahrheit für ihn.

 

Ihr seht also, eure Aufgabe ist weitaus schwieriger als die Aufgabe derer, die "nur", und ich sage das gewiss nicht abwertend, die Hände auflegen oder einfach helfen, damit das Angebot unseres himmlischen Vaters für den Rückweg Ausdruck finden kann. Von euch aber wird mehr erwartet. Als geschickte geistige Arbeiter sollt Ihr auf alle Situationen individuell eingehen und auch bereit sein, den Einzelnen in Gemeinschaften hineinzuführen, die euch selbst nicht als der Ausdruck der Wahrheit erscheinen. Wenn Ihr aber spürt, dass genau hier für ihn im Moment die Antworten liegen, die er braucht, so seid bereit dazu. Auch Enttäuschung und Ernüchterung kann zur nächsten Stufe weiterhelfen. Es ist eine sehr schwere Aufgabe, die von euch nach außen eine sehr starke Zurücknahme fordert. Das heißt, eigene Erkenntnisse, die zum Ausdruck kommen möchten, zugunsten der geistigen Notwendigkeit zurückzustellen.

 

Immer wieder wird der Fehler gemacht: Man begegnet Menschen, man erkennt in ihnen die Bereitschaft, Geistiges anzunehmen, und dann werden sie überschüttet mit einer Vielzahl von geistigen und kosmischen Gesetzmäßigkeiten. Man meint, in diese Situation alles hineinlegen zu müssen, was man je erfahren und in freudigster Dankbarkeit entdeckt hat. Aber der andere ertrinkt darin, vermag es nicht zu fassen und rettet sich zappelnd wieder an das Ufer seiner alten Gewohnheiten. Dann ist in diesem Menschen ein großer Schaden entstanden. Denn diese Flut von Erkenntnissen, die Ihr über ihn häuft, erscheinen ihm von diesem Augenblick an wie ein tosendes Meer, in das er sich nun für lange Zeit nicht mehr hineinwagt. Er spürt, daß alles wie eine Woge über ihm zusammenschlägt und alles zuviel für ihn ist. Er ist ab diesem Moment nicht mehr ansprechbar. Seine Ablehnung gegenüber euch und all dem, was Ihr sagt, findet keine rationale Argumentation, sie ist einzig und allein gefühlsbestimmt. So ist eine entscheidende Chance vertan.

 

Liebe Geschwister, in dem Moment, in dem Ihr Mittler der Liebe Gottes werdet und in die Aufgabe eines Mitarbeiters im Heilsplan hineinwachst, seid Ihr auch Verantwortungsträger! Ihr werdet in den karmischen Plan des einzelnen eingegliedert und seid so mitverantwortlich, wenn Ihr ihn durch Überforderung für eine gewisse Zeit blockiert. Wohl wird man zu gegebener Zeit das Unrecht wieder ausgleichen, was an ihm geschehen ist. Dennoch ist eine Chance vertan und zusätzliche geistige Arbeit erforderlich, um Euren Fehler wieder auszugleichen. Zeigt euch durch überlegtes Handeln, überlegtes Denken und Abwägen dieser Verantwortung würdig. So werdet Ihr von Tag zu Tag bessere Boten der Liebe Gottes werden und würdiger, in die Fußstapfen unseres großen Meisters und Erlösers zu treten.

Macht den Menschen bewusst, dass sie in Christus geborgen sind, dass sich alles Leid und alle Not in den meisten Fällen nur im Bereich der Gedanken abspielen. Viele Menschen haben vor den Ereignissen der kommenden Zeit Angst. Und doch wissen wir mit Sicherheit, dass sie niemals ernstlich von diesen Ereignissen berührt sein werden. In ihren Gedanken allein spielt sich das Drama ab. Vorfreude ist etwas Schönes, Vorangst etwas Wertloses. Sobald Ihr euch der Führung durch Christus überlasst, wird euch im rechten Moment Kraft zur Verfügung stehen - wohlgemerkt im rechten Moment. Wenn Zeichen und Wunder gebraucht werden, werden Zeichen und Wunder für euch geschehen. Aber Ihr könnt sie nicht jetzt schon erwarten. Noch ist die Zeit der Vorbereitung, damit dann, wenn die Welt euch braucht, in euch die Fähigkeit gewachsen ist, wirkliche Vermittler der Liebe Gottes zu sein. Seid in dieser Zeit einfach Menschen, in deren Umgebung sich andere wohlfühlen.

 

So löse ich mich wieder aus diesem Medium und segne euch in der Liebe und Kraft unseres Heilandes und Meisters Jesus Christus.

 

Gott zum Gruß und Jesu Heil.

 

 

 

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