Home Aktuelles Newsletter Impressum/Kontakt Links  

Vorwort
Monotonie
Gewöhnung
Denken, Fühlen..
Persönlichkeit
Bewusstsein
Energiekreislauf
Geisterfall
Freiheit
Inspiration
Heimat
Erfahrung
Gut und Böse

 

 


 Heiliger Geist

81.06.08AU1-3 M: Eva

oder die Heiligen Geister

Alle im Heilsplan Gottes wirkenden
Wesen sind Heilige Geister.
Die Kirche hat den Begriff des
Heiligen Geistes dafür gefunden.
Eine Bitte an ihn eröffnet den Schutzengeln
die Möglichkeit über das karmische Maß
hinaus an uns zu wirken.


 

Gott zum Gruß und Jesu Heil!
 

Ihr wisst es, dass die Zeit vor Jesus Christus durch die Macht des Gegensatzes1 geprägt war. Lange bevor Christus von Nazareth über diese Erde ging, hatte er als Jesus sein Volk allmählich herangebildet. Die Seinen führte er in der Wolke und im Feuerschein2. Nur durch die grenzenlose Liebe mit der diese Vorbereitung für sein Erdenleben erfolgte, konnten Geistwesen, die sich durch ihre Sehnsucht aus den unteren Bereichen so weit nach oben entwickelt hatten, in diesem Volk inkarnieren. Es war eine gewisse Herauslösung dieses Volkes durch die Verbindung möglich, die der Hohe Priester über sein Brustschild hatte, wenn er im Heiligtum Gott befragte. Aber da der Gegensatz auch Rechte über diese Erde hatte, blieb es gar nicht aus, dass sich zum Ausgleich die größten gegensätzlichen Kräfte in diesem Volk inkarnieren konnten. Das bedeutete weit mehr als heute, da der Gegensatz durch den Götzenkult die Möglichkeit hatte, schon entwickeltere Menschen wieder irre zu leiten. In allen übrigen Kulturen konnte nur der Bereich des Jenseits angezogen werden, der dem Zustand der Erde und speziell des einen oder anderen Volkes entsprach.

Ihr könnt es euch heute nicht mehr vorstellen, was die Zeit vor Christus für ein unhaltbarer, chaotischer und grauenhafter Zustand war. Und dieser Zustand zog sich nicht nur auf der Erde hin, sondern auch zu den zur Erde gehörigen jenseitigen Bereichen. Jeder Gedanke, jedes Sehnen, jedes Wünschen wurde durch nackte Machtausübung einfach niedergeknüppelt und unterdrückt. Ihr könnt es euch einfach nicht vorstellen. Wenn ihr die grauenhaftesten Szenen dieser Jahrhunderte nehmt, die sich auf der Erde abgespielt haben, dann ist es, bedingt durch die Schwere und Derbheit der Materie, nur ein schwacher Abglanz dessen, was sich in den erdnahen Bereichen an geistiger Vergewaltigung und Verkrüppelung abspielte.
 

Und in dieses Chaos stieg Christus hinein, um die disharmonischen Bereiche soweit zur Ordnung zu rufen, ja zu zwingen, dass diejenigen, die sich zu Gott zurücksehnten, die Möglichkeit erhielten, zurückzukehren.
 

Mit der Erlösungstat Christi wurden die erdnahen Bereiche geteilt. Die einen, die sein Angebot ablehnten und nicht zu Gott zurück wollten, blieben in diesem chaotischen Umkreis, während die anderen erdnahen Bereiche nun dem Heiligen Geist unterstellt wurden. Mit diesem Begriff umfasste man alle diejenigen, die im Auftrag und im Willen Gottes dienten und handelten und als Boten Gottes diese chaotischen erdnahen Bereiche zu Schulungsbereichen umwandelten. Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, welch gravierender Unterschied darin enthalten ist. Vor Christus war es so, dass die Menschengeister sich nach der Inkarnation sehnten, da es durch die Derbheit der Materie immer noch besser war auf der Erde, als in den chaotischen Bereichen zu leben. Während sich jetzt die Menschengeister in den Schulungsbereichen, die ebenfalls erdnah sind, erholen und aufgebaut werden, tauchen sie dann zum Zwecke der Bewährung und Prüfung wieder in die Materie ein, um das im Geistigen Gelernte in der Dichte der Materie wirksam werden zu lassen. Und in diesem Wechselspiel der göttlichen Geister, die sowohl die Schulungsbereiche wie auch den materiellen Bereich führen und lenken, wirkt die Erlösungstat Christi weiter fort. In der Präsenz des Heiligen Geistes, der in inniger Verbindung mit dem Heiland steht, ist das Versprechen Jesu Christi eingelöst, dass er immer bei den Seinen sein wird. Und nur aus diesem Wissen heraus, dass Gott die gesamte Schöpfung unterstellt ist und er auch den chaotischsten Bereich nicht fallen lässt, war es Jesus überhaupt möglich diesen Schritt in die gegensätzlichen Bereiche zu tun, um dort Raum zu schaffen für das Wirken seiner Getreuen. Gott hüllt alles in seine Liebe ein und wartet, bis auch der letzte aus diesen Bereichen die angebotene Liebe annimmt.


Dass ihr heute in der Lage seid, in dieser Wechselbeziehung zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Geschwistern, die euch innigst lieben und Gegensatzgeistern, die euch förmlich in der Luft zerreißen möchten, geborgen und heiter leben zu können, ist dem vor eurer Inkarnation in euch eingepflanzten Wissen zu verdanken. Es ist dasselbe Wissen, das Christus zu seinem Schritt bewog. Ohne diese geistige Grundlage wäre ein Leben, wie ihr es führt, nicht möglich. Gut, ihr seid für dieses Leben bereit gewesen, aber dass so ein Leben möglich ist, ist nicht euer Verdienst, es ist reine Gnade. Und genauso wie sie es für euch ist, ist sie es auch für all die anderen, die in diesen Schulungsbereichen arbeiten. Denn auch Geister, die als Menschen einen gewissen Vollkommenheitsgrad erreicht haben, haben noch einen weiten Weg bis zur geistigen Vollkommenheit. Ihr rechnet sie schon zu den Heiligen und zu den Schutzgeistern und ihr habt recht. Aber solange Geister unmittelbar in diesen Bereichen arbeiten, geben sie nicht nur, sondern lernen, vielfach nicht nur für sich, sondern auch für andere. Oder sie bereiten sich in diesen Bereichen auf neue Aufgaben vor.


Diese dritte göttliche Person taucht im Leben Jesu gar nicht plastisch auf, so dass sich daraus für die Menschen ein wirklicher Bezug entwickeln könnte. Deshalb möchte ich es euch noch einmal ganz, ganz deutlich nahelegen: Ihr alle wart einstmals heilige Geister. In eurer Entwicklung habt ihr den für euch gedachten Weg verlassen, um die Erfahrung über das Leid zu machen. Diese Möglichkeit stand euch offen, denn ihr wart und bleibt freie Geistwesen. Es ist durchaus auch ein sinnvoller Weg, der euch schließlich, wenn er einmal durchschritten ist, tragfähig, stabil und belastbar macht. Die überstandenen Prüfungen, durch die ihr dann gegangen sein werdet, lassen euch in einer ganz anderer Form im Universum stehen, als jene Geschwister, die den Weg der Einsicht, des Gehorsams und der Vernunft gegangen sind. Seid deshalb nicht traurig, dass ihr diese andere Möglichkeit gewählt habt.

 

Es ist mir ein tiefes Bedürfnis euch bewusst zu machen, dass ihr mit dem, was ihr kirchlich gesehen den Heiliger Geist nennt, aufs engste befreundet seid. Demut ist gut und richtig und die sollt ihr auch gegenüber Gott aufbringen. Aber ringt euch trotzdem dazu durch, nicht nur die Freundschaft des Heiligen Geistes anzunehmen, sondern sie ihm auch anzubieten. Legt diese Hemmungen – ja, ich möchte fast sagen falsche Frömmigkeit - ab. So wie ihr mit Menschen ganz unterschiedlichen Alters oder Reifegrades befreundet sein könnt, ist für euch auch eine enge partnerschaftliche Verbindung mit jenen Geschwistern möglich, die euch in der Summation als Heiliger Geist dargestellt wird.

 

Um es euch zu erleichtern, möchte ich aufzeigen, welche Abstufung in diesem Begriff liegt. Für Gegensatzgeister und noch gänzlich unentwickelte Menschen wirkt ihr schon als Heilige Geister. Manchmal taucht bei ihnen dann dieses Gefühl auf: „Eigentlich sollte man auch so sein wie die.“ Und so wie für euch viele Heilige Vorbilder sind, also für euch schon in den Bereich des Heiligen Geistes gehören, haben diese gutwollenden einsatzbereiten Geister ihre Zielvorstellungen von dem, was für sie erstrebenswerte Vollkommenheit darstellt, und die Geister, wie z.B. eure Schutzengel, haben wiederum ihre eigenen Vorstellungen von einer Vollendung.

Und von daher ist es für euren begrenzten Bereich vollkommen ausreichend, wenn ihr zwischen gutwollenden Geistern, gereiften Geistern und der Vollkommenheit nahen Geistern unterscheidet. Aber ich sage euch damit nichts Neues, dass die Unterschiede zwischen einem gereiften und einem der Vollkommenheit nahen Geist für euch kaum mehr wahrnehmbar sind.


Eine weitere Wirkung der Tat Christi war, dass berufene Menschen, unabhängig von ihrer eigenen Belastung und Fehlerhaftigkeit in der Lage sind, mit positiven Geistern in Kontakt zu treten und dies ganz gegen das Gesetz von Ursache und Wirkung, im Sinne „Gleiches zieht Gleiches an“. Das ist reine Gnade, für das nur die Bereitschaft zum Gutsein und Positiven Voraussetzung ist. Auf diesem Gnadenakt basierend war die Entwicklung dessen, was ihr heute Erlösungsarbeit oder Gegensatzdienst nennt, überhaupt erst möglich. Seid euch dessen bewusst, dass dieser Akt der Solidarität erst durch Jesus Christus in den Bereich jener Geister gebracht werden konnte, die den Weg des Leids, als einen Weg zur Reifung und zur Vollkommenheit gehen.


Und jetzt könnt ihr euch auch vorstellen, weshalb mit solch brutaler Macht der Gegensatz alles versucht, sowohl mit Überlistung durch gedankliches Einschläfern wie auch mit brutalster Gewalt und Folter, das, was Christus aufgebaut hat zu zerstören. Der Gegensatz erkennt aber nicht, und dies soll euch beruhigen, dass er nur das zum Fall bringen kann, was ohnehin nicht stabil ist. Das, was zum Fall gebracht wird, muss, oder besser gesagt, darf dann noch einmal durch den Lernprozess und die Bewährung hindurch, bis auch die letzten Schlacken verwandelt sind, die den Abfall von Gott verursachten. Wenn ihr heute, gleichgültig in welchem Bereich, Zerstörungen, Verluste von Traditionen und Werten vorfindet, so trauert nicht darum. Sie waren zu ihrer Zeit eine wertvolle Hilfe. Aber inzwischen sind Geister, die zur damaligen Zeit inkarniert waren, weiter geschult und besser vorbereitet. Für sie gilt es jetzt in selbstständiger Verantwortung zu handeln. So könnt ihr den Abbau von Regeln und Gesetzen als eine Zeitperiode betrachten, die jeden einzelnen freigibt, damit er zeigen kann, was in ihm steckt. Nur so erkennt der Mensch selbst, welche Einstellung und welchen Gehorsam er dem Göttlichen gegenüber aufzubringen bereit ist, das als Gewissen in jedem Menschen liegt. Denn einzig und allein danach wird sein Leben beurteilt.

Ihr habt die wunderbare Möglichkeit euch in der Meditation an euren Schutzengel oder an den Heiligen Geist zu wenden und ihn zu bitten:

Du, der du mich durchs Leben führst und begleitest, dir überlasse ich mein Sein, denke du in mir, fühle du in mir, handele du durch mich, damit ich durch dich lerne, immer mehr der göttlichen Liebe und Vollkommenheit zu entsprechen.“

 

So hat der Schutzgeist durch eure freie Willensbekundung die Möglichkeit, alles, was in ihm steckt, zur Auswirkung zu bringen und ist nicht ausschließlich an die karmische Grundgesetzmäßigkeit gebunden. So kann er euch auf schnellstmöglichem Weg führen und euch so in seine Schwingung hineinnehmen und euch leichter potenzieren. Nehmt diese Hilfe an, nutzt sie aus und freut euch darüber.

Das wollte ich euch noch sehr ans Herz legen.

Gott zum Gruß und Jesu Heil


 

1) In der Bibel wird der Gegensatz als „Fürst der Welt“ bezeichnet.

2.) Buch Exodus


 

 


 

 

 

Gedankenkontrolle
Gedankenschöpfungen
Selbstlosigkeit
Schüler zweier Welten
Nächstes Leben
Variation und Extrem
Gebet
Bittgebet
Heiliger Geist
Mission Christi
Heilsplan Christi
Jesus am Ölberg
Zusammenfassung